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Nachhaltige Sicherheit mit Edelstahl-IBC

Marktgerechte Mehrweglösungen für Verarbeitung, Lagerung und Transport von Gefahrgütern

Neunkirchen, September 2021 Um Menschen, Tiere und die Umwelt nicht zu schädigen, müssen gefährliche Güter sicher verarbeitet, gelagert und transportiert werden. Hier gilt der Leitsatz: Je gefährlicher das Gut, desto zuverlässiger muss dieses gesichert werden. Deshalb dürfen für Gefahrgüter generell nur behördlich geprüfte Container verwendet werden. In den verschiedenen Industrien haben sich Intermediate Bulk Container (IBC) als essentielle Hilfsmittel bewährt. Die Auswahl eines IBC orientiert sich an einer Reihe verschiedener Anforderungen, insbesondere der Bauart und an der Eignung respektive Beständigkeit für bestimmte Medien sowie an der gefahrgutrechtlichen Einstufung. Ebenfalls von Relevanz ist das Verhalten im Brandfall, das heißt die Widerstandszeit gegenüber Feuer und die Zeit bis zum unkontrollierten Gefahrstoffaustritt. In dieser Hinsicht sind metallische Container den Kunststoff- als auch den Kombinations-IBC überlegen. Als Goldstandard gelten IBC aus Edelstahl. Das Material eignet sich für Stoffe mit geringer, mittlerer und hoher Gefahr, besticht durch Haltbarkeit und ist vor dem Hintergrund von Nachhaltigkeitsbestrebungen vollständig wiederverwertbar. 

Intermediate Bulk Container stehen für kundengerechte Behälterlösungen. Zur Lagerung, Befüllung, Mischung, Erwärmung und Entnahme von Gefahrgut sowie zum Transport gemäß den ADR/RID Vorschriften werden bevorzugt aus Edelstahl gefertigte IBC verwendet. Für verfahrenstechnische Aufgaben können Edelstahl-IBC sowohl in der Produktion als auch Verarbeitung von flüssigen, pastösen und festen Stoffen zum Einsatz kommen. Hieraus entstehen mitunter komplexe Fragestellungen, welche individuell für den Anwendungsfall zu beantworten sind. 

Das auf dem Markt erhältliche Produktspektrum reicht von behördlich geprüften Standard-IBC wie Rundcontainer, Silocontainer und Tankcontainer bis hin zu maßgeschneiderten Sonderlösungen. Bei der Bauartzulassung der Gefahrgutbehälter wird geprüft, ob diese den Anforderungen an Dichtheit, Stapelfähigkeit sowie Handling mit Kran oder Stapler entsprechen. In Deutschland ist die Zulassungsstelle die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, kurz „BAM“, mit Sitz in Berlin. 

Universelle Standardsysteme und individuelle Sonderlösungen

Unternehmen wie SCHÄFER Container Systems produzieren IBC aus Edelstahl, unterstützen aber auch bei der Prozessentwicklung und Verfahrensoptimierung. Die Produktpalette beinhaltet Standardsysteme mit Volumina von 465 – 1.500 Litern bis zu individuell produzierten Spezialanfertigungen. Über ein Mannloch DN 400 / DN 457 lassen sich die Edelstahl-IBC rückstandslos reinigen. Zugelassene Auslaufarmaturen und Kupplungselemente sorgen für einen sicheren Einsatz, etwa in automatischen Befüll- und Entnahmesystemen. 
Aufgrund dessen verfügen Edelstahl-IBC oftmals von Werk aus über die Zulassung für Gefahrgut. Die dauerhafte Zulassung wird durch wiederkehrende Inspektionen in den vorgeschriebenen Zeitintervallen legitimiert, ähnlich der Hauptuntersuchung bei Kraftfahrzeugen. Ein weiterer Vorteil ausgereifter Mehrweg-IBC aus Edelstahl: sie sind kranbar, unterfahrbar als auch stapelbar konstruiert. Je nach Einsatzbereich besteht die Möglichkeit, dass individuelle Zubehörteile wie Rührwerke, Füllstandmesser, Isolierungen und Beschichtungen adaptiert werden. 

Zertifizierte Sicherheit im Brandfall 

Die Einsatzgebiete und Anforderung sind indes noch nicht ausgeschöpft. Um die Vorteile der Edelstahl-IBC für immer mehr Szenarien nutzen zu können, werden sie konsequent weiterentwickelt. Mit der steigenden Nutzung als Transportgefäß in der Chemie beispielsweise wurde die Feuerbeständigkeit zu einem wichtigen Thema. Moderne Container aus Edelstahl sind wesentlich feuerresistenter als Container aus Kunststoff. Sie halten ohne Sprinkleranlage mindestens 30 Minuten einem Feuer stand – nachgewiesen durch die BAM.

Modelle wie der SCHÄFER Cube fokussieren weder Branche noch Einsatzszenario, sondern ökonomische Aspekte. Der auffälligste Unterschied dieses Edelstahl-Mehrweg-Behälters liegt in der rahmenlosen Leichtbaukonstruktion. Durch das Design und den gewichtssparenden Aufbau eignet sich der IBC für nahezu alle Anforderungen in der Chemie, Farben-, Pharma- und Mineralölindustrie. Der Behälter ist werksseitig nach ADR zertifiziert und unter UN 31 A/Y zum Transport flüssiger Gefahrstoffe der Verpackungsgruppen zwei und drei bis zu einer Füllgutdichte von 2,0 kg/Liter zugelassen. 

Positive ökonomische und ökologische Bilanz

Es ist also nicht dem Zufall geschuldet, dass IBC aus Edelstahl in nahezu jeder Branche der stoffverarbeitenden Industrien für unterschiedliche Aufgaben genutzt werden. Durch besondere Bauweisen wie tiefgezogene, totraumarme Unterböden ist die Restentleerung ohne Hilfsmittel möglich. Materialbedingt lassen sich durchdachte Lösungen rückstandslos reinigen, bis hin zur Keimfreiheit. Geradezu prädestiniert sind die Edelstahl-IBC für Gefahrstoffe. Am Ende des zu erwartenden Lebenszyklus von dreißig Jahren und länger,  ist eine vollständige Wiederverwertung üblich. Damit unterstützen Edelstahl-IBC auch die Bestrebungen zur Rohstoff- und Energieeinsparung. 

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