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Pandemie und Ausbildung – geht das?

Wie es möglich ist, in der Pandemie Auszubildende zu betreuen und einen Zusammenhalt herzustellen

November 2021. Im August sind wieder neue Auszubildende in den gewerblichen und kaufmännischen Bereichen der SCHÄFER WERKE gestartet. Doch wie schon das letzte Ausbildungsjahr ist auch dieses geprägt von einer weltweiten Pandemie. Die jungen Menschen erleben eine Ausbildung unter Umständen, wie es sie vorher noch nie gegeben hat. „Ein Bewerbungsgespräch, in dem ein Großteil des Gesichtes vermummt war, ich meinen zukünftigen Chef ohne Hinterfragen mit Ghetto-Faust begrüßt habe und wir uns beim gemeinsamen Schnelltest voreinander in der Nase herumstochert haben“, erzählt Max Waldrich, der eine Ausbildung zum Industriekaufmann gestartet hat, von seinen Eindrücken in den ersten Tagen. Kontakt vermeiden in einem neuen Unternehmen, wo Kontaktaufnahme am Anfang doch so wichtig wäre. 
Dank eines guten, eigens eingerichteten Krisenmanagements und gut überlegten Hygienekonzepten, stellten die Schäfer Werke bereits vor vielen anderen Firmen kostenlose Masken und Schnelltests zur Verfügung. Die Ausbilder glänzen mit kreativen Ideen und Lösungen, damit das Kennenlernen der Azubis untereinander wie auch das Kennenlernen der Abteilungen möglich war. Sie ließen sich einiges einfallen, die Ausbildung attraktiv zu gestalten trotz der widrigen Umstände.
Zwei dieser innovativen Ideen haben ihren Ursprung nicht in der Pandemie, sondern sind seit Jahren bewährte Projekte für die Auszubildenden. „Manchmal spinnen mein Kollege und ich mit Ideen herum und wenn uns eine gefällt, versuchen wir diese umzusetzen“, schmunzelt Ralf Braun (Ausbildungsleiter gewerbliche Azubis) auf die Frage, wie die Ideen für die Azubi-Rallye und das Kennenlern-Seminar entstanden sind.

Azubi-Rallye – Kreuzwort-Rätseln mit Lerneffekt

In der zweiten Ausbildungswoche steht das erste dieser Projekte für die Auszubildenden an – die Azubi-Rallye. In Kleingruppen, gemischt aus gewerblichen und kaufmännischen Azubis, geht es zwei Tage lang darum, sowohl die Firma als auch Abteilungen und Kollegen kennenzulernen. „Auf dieser Tour die Gesichter hinter den Abteilungen kennenzulernen, fand ich besonders spannend“, erklärt Max Waldrich.
Die Rallye beginnt mit einer abteilungsbezogenen Frage, deren Antwort nur im entsprechenden Fachbereich zu erhalten ist. Dort erhalten sie dann die nächste Frage für eine weitere Abteilung usw. Die Antworten werden in ein Kreuzworträtsel eingetragen, um das Lösungswort zu ermitteln. So lernen sich die Azubis in einer lockeren Atmosphäre untereinander kennen. Selbstverständlich unter Einhaltung der Masken- und Abstandspflichten und vorherigem Schnelltest – ein System, welches sich bewährt hat. 

Kennenlern-Seminar: Gemeinsam Hand in Hand

Unter strenger Einhaltung der Schutzmaßnahmen konnte auch das Kennenlern-Seminar in Elkhausen stattfinden. Drei Tage lang trafen sich alle Azubis des 1. Lehrjahres, die Ausbildungsleiter und ein externer Pädagoge. In Gruppen wurden Präsentationen zu den unterschiedlichen Unternehmensbereichen der SCHÄFER Werke Gruppe erarbeitet und voreinander präsentiert. Einen weiteren Schwerpunkt des Seminars bildeten die Team-Building-Maßnahmen. „Mein Partner bekam die Augen verbunden und ich musste ihn ohne Worte und nur mit Gesten, wie einem Schulterklopfen, sicher durch einen Parkour führen. Das hat Spaß gemacht, aber ich habe auch die Verantwortung gespürt. Als ich die Augen verbunden bekam, musste ich meinem Partner komplett vertrauen.“ erinnert sich Max. Diese zwei Projekte zeigen, dass mit kreativer Überlegung, kollegialer Zusammenarbeit und Disziplin aller Beteiligten auch in Zeiten der Covid-19-Pandemie eine Menge möglich ist, das den Zusammenhalt stärkt. „Ein schöner Gedanke ist, dass wir uns nach der Rallye und dem Seminar nicht mehr als gewerbliche und kaufmännische Azubis gefühlt haben, sondern gemeinsam jetzt das 1. Ausbildungsjahr 2021 am Pfannenberg bilden“, begeistert sich Max.

Mit Erfahrung und Transparenz durch die Pandemie

„Die SCHÄFER WERKE sind mit beiden Projekten in der Region Vorreiter, denn kaum ein anderes Unternehmen bietet etwas Vergleichbares an. Über Jahre haben wir unsere Azubi-Projekte weiterentwickelt und verbessert. Lösungen für den Umgang mit Covid-19 waren schnell gefunden. Genau das macht das Projekt und die Ausbildung bei den SCHÄFER WERKE so erfolgreich – Erfahrung und Engagement!“, so Ralf Braun. Erfahrung haben die beiden Ausbildungsleiter, Ralf Braun und Wolfgang Weber, jede Menge, denn sie haben selbst vor über 30 Jahren ihre Ausbildung hier begonnen. „Viele meiner heutigen Kollegen habe ich selbst ausgebildet“, schmunzelt Wolfgang Weber. Den Unterschied zur Ausbildung vor und während Corona kann kaum jemand besser beurteilen als die Beiden, die seit Beginn mitten im Geschehen stehen. Auch für sie ist es eine besondere Herausforderung, denn sie müssen neue Wege und Lösungen finden. Besonders schwer fällt der Umgang mit erkrankten oder unter Quarantäne stehenden Auszubildenden, denn als Ausbildungsleiter tragen beide eine große Verantwortung sowohl den jungen Menschen als auch dem Unternehmen gegenüber. Durch die vorgegebenen Schutzmaßnahmen ist eine den Vorjahren gleichgestellte Kontaktaufnahme und auch das Kontakthalten nicht in gleichem Maße möglich wie vor der Pandemie.

Trotz alledem haben beide zu ihren Azubis einen persönlichen Draht gefunden. Durch ihre Erfahrungen lassen sie sich nie aus der Ruhe bringen. Regelmäßig erinnern sie die Auszubildenden daran, dass sämtliche Kommunikationswege für sie offenstehen. Ob per Mail oder Teams-Meeting, am Telefon oder mit Maske in den Büros, Wolfgang Weber und Ralf Braun haben immer ein offenes Ohr für ihre Schützlinge. „Durch diese offene Art vermitteln sie uns genau die richtigen Werte und schaffen ein Umfeld in dem wir uns auch in Corona-Zeiten nicht alleingelassen, sondern wohl und gefördert fühlen“, freut sich Max.
 

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Christina Fuss

Marketing