Themen

Neue Wege für den Transport

Mehrweg-KEGs aus Edelstahl

KEG-Digitalisierung und aktuelle Verpackungstrends

Selbstverständlich macht die Digitalisierung auch bei Verpackungen nicht halt. Für das KEG heißt das jedoch nicht nur, dass die Fässer intelligenter werden und spezifische Daten wie beispielsweise Füllmenge oder Temperatur kommunizieren. Das schließt auch neue KEG-Apps mit ein, die das Produkt für Käufer greifbarer macht, Anfragen erleichtert und so die Kaufentscheidung beschleunigt. Kombiniert mit aktuellen Trends wie dem zu leichteren Gebinden ergeben sich neue Möglichkeiten für Logistik und Transport.

In über 50 Jahren wurde das KEG aus der anfänglichen Holzfassalternative zu einem nicht mehr wegzudenkenden Verpackungsmittel für die Getränkeindustrie. Durch stetige Weiterentwicklung und Verbesserung werden KEGs heute für alle Getränketypen eingesetzt: prototypisch für Biere aber auch für stille alkoholische und nicht alkoholische Getränke, für Softdrinks und sogar für Spirituosen und Kaffee. Es ist nur folgerichtig, dass KEGs konsequent weiter optimiert werden, auch über Bestandteile, Größe und Material hinaus.

Trends und Auswirkungen

So wird das KEG in seiner Entwicklung auch maßgeblich durch zwei aktuelle Trends beeinflusst: Nachhaltigkeit und Leichtbau. Ersterer begünstigt allgemein die Beliebtheit von Edelstahl-Mehrweg-KEGs. Sie sind deutlich ökologischer. Die KEGs werden im Mittel bei jährlichen vier Umläufen und einer entsprechenden Nutzung bis zu 30 Jahre eingesetzt. Dadurch entsteht eine deutlich geringere CO2-Emmission als bei der Neuproduktion von Einweg-Gebinden. Gleichzeitig sind sie zu 100 Prozent recyclingfähig. Auch ökonomische Aspekte kommen zum Tragen: Bei 30-Liter-Fässern beispielsweise beträgt der errechnete Kostenbeitrag pro gezapftem Bier infolge des Schrottwertes und der Mehrfachnutzung nur ein Zwanzigstel eines Kunststoff-KEGs – trotz höherer einmaliger Anschaffungskosten.

Nachhaltigkeit wird glücklicherweise allgemein zu einem Trend, der sich auch in der Getränkeindustrie in Form von Mehrweg-Verpackungen immer mehr durchsetzt. Ein wünschenswertes und ethisch sehr sinnvolles Umdenken in der Gesamtproblematik, da die verantwortungsvolle Nutzung von Ressourcen zunehmend im Fokus steht. Zudem beeinflussen KEGs aus Edelstahl nicht den Geschmack und die Qualität des abgefüllten Getränkes, im Gegensatz zu Kunststoff, aus dem allgemein immer Substanzen in die Umwelt diffundieren und damit Auswirkungen haben. Leichtere Mehrweg-Verpackungen wiederum bieten Getränkeherstellern andere Vorteile. Sie wurden mit dem Hintergedanken entwickelt, Ressourcen zu schonen. Der geringere Materialeinsatzes ist ausschlaggebend dafür, dass die KEGs bis zu 36 Prozent leichter sind.

Gleichzeitig sind aktuell zwei deutliche Trends zu beobachten. Der eine geht hin zu Behältern in schlankerer Bauweise. Kombiniert mit der Stapelbarkeit der meisten KEGs entsteht durch die Gewichtsreduzierung und die bessere Raumausnutzung dann ein Logistikvorteil: In standardisierten 40-Fuß-Containern können rund sechs Prozent mehr Vollgut-KEGs zugeladen werden. Der zweite Trend zeigt eine wachsende Popularität autarker Mehrweg-Zapfsysteme. Ausschlaggebend dafür ist, dass sie das Erlebnis des Selberzapfens an beliebigen Orten unterstützen.

ECO KEGs
ECO KEGs in Schlank-Form

Intelligente Gebinde

Schließlich gilt für KEGs, was auch für Kaffeeautomaten oder Kühlschränke gilt: Der Trend geht zu intelligenten Lösungen. Zukünftig werden auch Verpackungen die Digitalisierung nutzen und sich beispielsweise in Richtung IoT entwickeln: Sie könnten nicht nur Auskunft über den Getränketyp oder dessen Marke geben, sondern auch über die Füllmenge des KEGs sowie die Temperatur oder den Druck im Inneren. Gleichzeitig werden die Fässer der Zukunft ihren Standort noch genauer übermitteln und so eine exaktere Planung und damit Logistik ermöglichen. Ein positiver Nebenaspekt dieser spezifischen Informationsübermittlung ist dabei auch die Rückverfolgbarkeit und damit die Möglichkeit, einem Fassschwund besser nachgehen zu können.

Intelligenz zeigt sich jedoch auch in Themen rund um KEGs, beispielsweise in Apps. Hier hilft die Digitalisierung, KEGs für Käufer greifbarer zu machen, Anfragen zu erleichtern, die Kaufentscheidungen zu beschleunigen oder gar zu automatisieren. Nutzer gewinnen einen ersten Eindruck der KEG-Vielfalt und der Möglichkeiten zur individuellen Markendarstellung. Sie können ihr konfiguriertes Wunsch-KEG als Anfrage direkt an den Vertrieb senden, sich abspeichern oder mit Freunden teilen. Apps verschlanken dadurch den kompletten Kaufprozess, von der Entscheidungshilfe bis zum Eingrenzen von Fehlkäufen durch die exakte Darstellung des Produktes noch vor dem Kauf.

Ein Beispiel: Nach der Auswahl eines Volumens und Durchmessertyps werden Anwendern im ersten Schritt die für diese Auswahl verfügbaren Typen gezeigt. User haben die Auswahl zwischen fünf bis 50 Litern Volumen, beziehungsweise 1/6 bis 1/2 Barrel für den amerikanischen Markt. Diese können sie optisch und technisch an ihre Bedürfnisse anpassen: beispielsweise durch Farbgestaltungen für Streifen, Polyurethan-Umschäumung (PU) oder Kopf- und Fußringe (PP) sowie durch Applizieren diverser Logotechniken auf das KEG. Zudem stehen dann Fitting-Typen oder anderes technisches Zubehör zur Auswahl.

Fazit

Verpackungen sind nicht nur das erste Erscheinungsbild einer Marke. Verpackungen sind viel mehr. Sie dienen gerade im Bereich Getränke dem Schutz von Produkten jedweder Art. Dabei entwickeln sie sich, angetrieben von Prozessoptimierungsbedarfen über digitale Impulse bis hin zu allgemeinen Trends in einem immer komplexer werdenden Gefüge aus Anforderungen. Dabei werden ständig neue Potenziale aufgedeckt, Nischen intelligent genutzt und allem voran Themen wie der nachhaltigen Nutzung von Ressourcen Rechnung getragen. Wer heute und auch zukünftig Verpackungen für seine Produkte einkauft, wird zunehmend gefordert, einerseits ökologische Entscheidungen zu treffen und andererseits in Richtung seiner Endverbraucher ein bewusstes Entscheiden für diese zu verargumentieren. Wer hier auf Nachhaltigkeit setzt und auch Verpackungshersteller bewusst herausfordert und mit Anforderungen konfrontiert, der trägt seinerseits zu neuen spannenden Trends bei, die markt- und zukunftsweisende Veränderungen erzeugen können.

 

www.schaefer-container-systems.de

Weitere Informationen

Pressekontakt

Julia Niederer

Marketing
Projektansprechpartner

Guido Klinkhammer

Vertrieb
Telefon: 
+49 2735 787-273